Kreisverband der Gartenfreunde "Saalkreis" e.V.
Tipps für den Garten
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Verfasst am 26.09.2023 um 15:21 Uhr

Herstellung von Lauberde im MDR Garten

Der Herbst steht unmittelbar vor der Tür und die ersten Bäume und Sträucher lassen ihr Laub fallen. Die Blätter sind sehr wertvoll für Tiere und Insekten, die den Winter beschützt verbringen wollen und auch für den Garten hat das einstige Baumgrün einen besonderen Nutzen. Die Fernsehgärtner vom MDR geben Tipps zur Herstellung von Lauberde.


Warum Lauberde?

Zum einen besticht die Struktur des Substrates: Es ist feinkrümelig und enthält kaum Samen und Reste von Wurzeln. Sie eignet sich gut für die Anzucht von Stecklingen und die Mischung für selbstgemachte Anzuchterde.


So geht’s:

Sie brauchen gesundes Laub, das am besten schon zerkleinert ist. Dazu kommen noch fertige Komposterde, wenn vorhanden kleine, tierische Helfer wie Würmer, Algenkalk und Rasenschnitt für die Stickstoffzufuhr. Optional zum Rasenschnitt kann für die Stickstoffzufuhr auch mit Hornspänen, Mist und Brennnesseljauche nachgeholfen werden.

 Es braucht für die Lauberde einen separaten Kompost, der eine ausreichende Luftzufuhr bietet. Gitter für Volieren eignet sich da beispielsweise gut. Der Kompost muss direkten Kontakt mit dem Gartenboden haben und darf nicht auf einer versiegelten Fläche stehen.


Jetzt geht’s ans Schichten

Für die unterste Schicht kommen Blätter, die sich leicht zersetzen, etwa die von Obstbäumen wie Apfel und Kirsche auf den Kompost. Langsam geht der Prozess indes bei Buchen, Eichen, Kastanien und Nüssen.

Nach der ersten Schicht kommt etwas Kompost darüber. Die Lebewesen regen so die Zersetzung an. Mit dazu kommen die Würmer. Und jetzt immer im Wechsel: Laub, Kompost und für den Nährstoffausgleich die anderen Zutaten. Damit die Lauberde nicht zu sauer wird, muss auch der Kalk dazwischen. Wer aber saures Substrat etwa für Rhododendren braucht, kann den Kalk auch weglassen.

Damit die Erde erfolgreich reift, muss der Laubkompost stets feucht gehalten werden. Regnet es zu wenig, kann da mit der Gießkanne nachgeholfen werden.  Bis zur fertigen Lauberde dauert es bis zu zwei Jahre. Aber das Warten lohnt sich!

Der Reifetest

Dafür kommt der „Kressetest“ ins Spiel: dazu wird eine Handvoll Erde in einem Gefäß mit Kressesamen gespickt und angedrückt. Feucht gehalten und bei einer Temperatur zwischen 15 und 18 Grad keimt die Kresse aus. Bei reifer Lauberde bleiben die Blätter grün. Sind sie gelb oder braun, muss die Erde noch reifen.

Was noch wichtig ist 

Das verwendete Laub sollte gesund sein, damit sich keine Krankheiten auf die Pflanzen übertragen.

Laub macht einen Kompost sauer, weshalb es nur in gewissem Maße auf den Kompost darf. Mit genügend Pflanzenschnitt gleicht sich so das Verhältnis aus. Gibt es aber zu viel Laub im Garten, ist der eigene Kompost für Lauberde sinnvoll. So kann es wiederverwendet werden und muss beispielsweise nicht verbrannt oder weggeworfen werden.

Mehr Infos finden Sie auf mdr-garten.de und im MDR Garten-Podcast „Komm mit in den Garten“.


Im Oktober im MDR Garten

In der ersten Oktoberausgabe am 1. 10. sind Kürbisse unser Topthema.

Am 8. Oktober sind wir bei Klenart-Stauden in Erfurt zu Gast.

In der Sendung vom 15. 10. Blicken wir unter anderem auf Klimagewinner bei Insekten, die sich durch die wärmeren Temperaturen bei uns heimisch fühlen.

Der 22. Oktober geben wir Tipps zur Überwinterung von Kübelpflanzen.

Und in der letzten Oktobersendung am 29.10. beantwortet MDR Gartenexpertin Brigitte Goss Ihre Zuschauerfragen.

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